Freitag, 19. Januar 2018

[Rezension] Was wir dachten, was wir taten


Lea-Lina Oppermann - Was wir dachten, was wir taten

Originalsprache: Deutsch
Reihe: -
Verlag: Beltz
Seiten: 180
Ausgabe: Paperback
Erscheinungsdatum: 06.11.17
ISBN: 978-3-407-82298-7
Preis: 12,95 € [D]
Quelle: www.beltz.de



Amokalarm. Eine maskierte Person dringt ins Klassenzimmer ein und diktiert mit geladener Pistole Aufgaben, die erbarmungslos die Geheimnisse aller an die Oberfläche zerren. Arroganz, Diebstähle, Mitläufertum, Lügen – hinter sorgsam gepflegten Fassaden tun sich persönliche Abgründe auf. Fiona ringt fassungslos mit ihrer Handlungsunfähigkeit, Mark verspürt Genugtuung und Herr Filler schwankt zwischen Aggression und Passivität. Als sie den Angreifer enttarnen, sind die Grenzen der Normalität so weit überschritten, dass es für niemanden mehr ein Zurück gibt.



Ohne allzu große Erwartungen bin ich an dieses Buch heran gegangen. Ich wusste nicht wirklich, was mich erwartet, außer dass es sich um die Geschichte eines Amoklaufs handelt. Keine leichte Kost also. 

Das Buch wird aus drei Sichten erzählt. Von zwei Schülern und von einem Lehrer. 
Die Klasse schreibt gerade eine Matheklausur, als plötzlich eine Meldung durch die Lautsprecher ertönt. Schnell wird es unruhig, die Tür wird verschlossen, wirres Gemurmel geht durch die Reihen. Die Schüler sind sich nicht sicher, ob es sich um einen Fehler handelt oder es tatsächlich ernst ist. Doch leider ist dem so. 

Ich habe auf Amazon gelesen, dass die Autorin gerade einmal 17-18 Jahre alt war, als sie dieses Buch geschrieben hat. Und das merkt man auf eine Art: die authentische Darstellung der Schüler. Sie hat diese Klasse so realistisch beschrieben, dass sie wirklich so hätte existieren können. Von der unscheinbaren, grauen Maus, zur eingebildeten Zicke, vom Klassenclown zum Sportfreak. Alles war vertreten und es gab eine bunte Mischung, die perfekt gepasst hat. Ich habe mich also wirklich in meine Schulzeit zurück versetzt gefühlt. 

Auch die blanke Angst und Wut der Jugendlichen hat die Autorin super rüber gebracht. Ich habe absolut mit Ihnen gelitten und es gab den einen oder anderen Moment, wo mir echt kurz das Herz stehen geblieben ist. 
Wut, Hass, Angst, Scham, Schadenfreude. So viele Emotionen haben die Schüler verspürt und ich habe bei so ziemlich jedem Gefühl Verständnis gehabt.



Dieses Buch behandelt nicht nur das schreckliche Thema Amoklauf, sondern auch Dinge wie Geheimnisse, Lügen, Verrat und wie schnell man sich in Menschen täuschen kann, sobald es um Leben und Tod geht.
Es hat sich schnell und einfach lesen lassen und war ein tolles Buch, was aber definitiv keine leichte Kost für zwischendurch ist , denn diese Geschichte sitzt einem auch hinterher noch in den Knochen.


Das Buch erhält von mir 4 von 5 Punkten.







Donnerstag, 18. Januar 2018

[Rezension] Bossman


Vi Keeland - Bossman

Originaltitel: Bossman
Aus dem Englischen von: Babette Schröder
Reihe: -
Ausgabe: Klappenbroschüre
Seiten: 384 Seiten
Verlag: Goldmann
ISBN: 978-3-442-48676-2
Erscheinungsdatum: 20.11.2017
Preis: 12,00€ [D] | 12,40 € [A]
Quelle: www.randomhouse.de





Reese, jung, hübsch, ehrgeizig, durchlebt gerade das schlimmste Date ihres Lebens, als sie ihn zum ersten Mal sieht: Chase Parker. Immer wieder wandert ihr Blick zu dem unglaublich attraktiven Mann am anderen Ende des Restaurants. Plötzlich steht dieser auf, setzt sich an Reeses Tisch und tut so, als wären sie alte Freunde. Chase Parker rettet nicht nur ihren Abend, sondern bringt sie auch völlig durcheinander. Und als sie einige Wochen später ihren Traumjob anfängt, ist der CEO der Firma kein anderer als der Unbekannte aus dem Restaurant, den sie nicht vergessen konnte ...




Ich habe dieses Buch vom Verlag als Rezensionsexemplar erhalten. Vielen Dank dafür.

Reese sitzt gerade in einem Restaurant und hat ein Blind Date. Ein ganz schreckliches Blind Date, denn der Mann ihr gegenüber ist absolut langweilig und erzählt die ganze Zeit nur von seiner Mutter. Dann entdeckt sie Chase Parker, welcher sie vor ihrem Date rettet und sich zu ihr an den Tisch setzt und so tut, als wären sie alte Freunde von früher. Nach diesem Abend kann Reese nicht mehr aufhören an ihn zu denken. Als sie ihn dann unvermittelt wieder trifft, hilft er ihr dabei, einen neuen Job zu finden, nach dem sie aktuell sucht. Was sie dabei nicht wusste ist, dass ihr neuer Chef niemand geringeres als Chaser selber sein wird. Und ihre wichtigste Regel lautet: Fange niemals etwas mit einem Kollegen an. Schon gar nicht mit deinem Chef. Aber zwischen Chase und Reese knistert es schon ganz schnell, ganz gewaltig.

Ich muss sagen, dass mich dieses Buch sehr positiv überrascht hat. Ich habe mit einer lockeren Geschichte gerechnet, ohne viel Tiefgang, aber dieses Buch war so viel mehr. Das sich hinter dieser "Dirty Office Romance", wie der Verlag das Buch anpreist so eine schöne Geschichte verbirgt. hätte ich echt nicht gedacht. Sowohl Reese, als auch Chase haben einen Schicksalsschlag in der Vergangenheit erlitten, worunter sie noch immer ein wenig zu kämpfen haben. Trotzdem sind beide Charaktere nicht daran zerbrochen, sondern an ihren Problem und ihrer Vergangenheit gewachsen. Sie helfen sich gegenseitig zu heilen und haben dabei eine gewisse Stärke gezeigt, die mir richtig gut gefallen hat. 

Wer also auf eine flache Story, mit viel Sex hofft, der ist hier falsch. Es gibt zwar die eine oder andere Szene, in der es ordentlich knistert, aber auf einer niveauvollen Ebene und die Story steht definitiv im Vordergrund. Besonders Chase Vergangenheit ist zu Beginn ein Rätsel und durch kurze Rückblicke aus seiner Sicht, die immer wieder vorkommen, erfahren wir, was ihm vor sieben Jahren widerfahren ist und halten die Spannung aufrecht.

Überwiegend ist das Buch jedoch in der heutigen Zeit und aus Reeses Sicht geschrieben.
Auch der Humor kommt in diesem Buch nicht zu kurz. Reese war unglaublich sympathisch und witzig, aber auch Chases vorlaute Art hat es mir angetan. Er ist zielstrebig und weiß, was er möchte. Genau wie auch Reese.




Mein erstes, aber definitiv nicht das letzte Buch, was ich von dieser Autorin gelesen habe! Jeder New Adult Fan sollte hier einen Blick drauf werfen und sich von der Geschichte, den Protagonisten und dem humorvollen und mitreißenden Schreibstil von Vi Keeland überraschen lassen.



Das Buch erhält von mir 4 von 5 Punkten!





Weitere Meinung lesen?
  1. Jacquelins Meinung > www.bookaholic-solittletime.blogspot.de





Freitag, 12. Januar 2018

[Neuzugänge] November 2017 | 5. Woche


Die letzten Tage im November sind dann nochmal richtig eskaliert. Ich habe unter anderem für mehrere Wichtelpakete, aber auch so für Weihnachtsgeschenke Bücher bestellt und daher bin ich auch nicht um eine erneute Arvelle-Bestellung und um eine reBuy-Bestellung herum gekommen.
Außerdem waren "Red Queen" und "Glass Sword" im Taschenbuch-Schuber für nur 5€ im Sale bei Thalia. Da musste ich ja wohl zugreifen.

5. Woche: 21. - 30. November

  1. Victoria Aveyard - Red Queen & Glass Sword (%)
  2. Deana Zinßmeister - Das Auge von Licentia (gg)
  3. Vi Keeland - Bossman (RE) 
  4. Oliver Pätzold - Die Letzten - Zerfall (RE)
  5. Oliver Pätzold - Die Letzten - Verlust (RE)
  6. Nicholas Sparks - Wie ein einziger Tag (reBuy)
  7. Nicholas Sparks - Für immer der deine (reBuy)
  8. Laura Buzo - Wunder wie diese (reBuy)
  9. Antje Szillat - Sommerstürme (reBuy)
  10. Mary E. Pearson - Zwei und dieselbe (reBuy)
  11. Audrey Carlan - Calendar Girl - Begehrt (Arvelle)
  12. Audrey Carlan - Calendar Girl - Ersehnt (Arvelle)
  13. Jay Crownover - The Point - Wilde Hingabe (Arvelle)
  14. Heiko Wolz - Alles auf eine Karte (Arvelle)
  15. Elisabeth Denis - Federherz (Arvelle)
  16. Thomas Feibel - Like me - Jeder Klick zählt (Arvelle)
  17. G. R. Gemin - Milchmädchen (Arvelle)
  18. Anna Sophie Caspar - Verzaubert - Geheimnisvolle Nachbarn (Arvelle)
  19. Anna Sophie Caspar - Verzaubert - Gefährliche Freunde (Arvelle)

% = Sale | gg = gebraucht gekauft | RE = Rezensionsexemplar


Ihr seht, es sind echt einige Bücher geworden, ich muss aber auch sagen, dass es wirklich krasse Schnäppchen waren, z. B. wegen den Black-Friday-Deals, da habe ich nämlich zum Beispiel die Arvelle-Bestellung getätigt und habe wirklich nur ein kleines Geld bezahlt, dafür, dass ich so viele Bücher bekommen habe. Die Rebuy-Bestellung hat mich auch nur knappe 10€ gekostet, zumindest für die Bücher, die für mich waren - also die oben aufgelisteten.

Kennt ihr schon eins der Bücher?





Dienstag, 9. Januar 2018

[Neuzugänge] November 2017 | 3. + 4. Woche

Ich hänge ganz schön zurück mit meinen Neuzugänge-Beiträgen, aber damit ich es jetzt nicht noch weiter vor mir her schiebe, mache ich endlich mal weiter und zeige euch in diesem Fall die Neuzugänge aus der dritten und vierten November Woche.

3. Woche: 13. - 19. November

  1. Alyssa Sheinmel - Faceless (Gewonnen)
  2. John Green - Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken (Gewonnen)
  3. Sam Lichtenberg - Projekt Traumtänzer (Gewonnen)
  4. Isabelle Ronin - Du bist mein Feuer (gg)


4. Woche: 20. - 26. November

 
  1. Annie Laine - Cinderellas Prinzessin (RE) [Rezension]
  2. Mary E. Pearson - Der Kuss der Lüge (Geschenk) 
  3. Julie Buxbaum - What to say next
  4. Meredith Wild - All for you - Sehnsucht [Rezension]
  5. Lauren Oliver - Delirium (Pb)
  6. Lauren Oliver - Pandemonium

gg = gebraucht gekauft | RE = Rezensionsexemplar | Pb = mit Paypackpunkten bezahlt


Kennt ihr schon eins dieser Bücher? (:



Montag, 8. Januar 2018

[Rezension] Und du kommst auch drin vor


Alina Bronsky - Und du kommst auch drin vor

Originalsprache: Deutsch
Reihe: -
Ausgabe: Hardcover
Seiten: 192 Seiten
Verlag: dtv
ISBN: 978-3-423-76181-9
Erscheinungsdatum: 8. September 2017
Preis: 16,95€ [D] | 17,50€ [A]
Quelle: www.dtv.de





Kims Leben: Roman oder Realität?

Seit der ersten Klasse sind sie beste Freundinnen: Kim, 15, eher unauffällig, und Petrowna, klug, exzentrisch und daran gewöhnt, immer und überall den Ton anzugeben. Alles wird anders, als die beiden mit ihrer Klasse zu einer Schullesung gehen: Während die anderen tuscheln, sich die Haare kämmen oder aus dem Fenster schauen, wird Kim hellhörig, denn was die Autorin da vor sich hin nuschelt, handelt von ihr. Okay, es kommen andere Namen vor und ein paar unwichtige Details stimmen nicht, aber der Rest ist sie! Doch die Geschichte geht nicht gut aus, vor allem nicht für Jasper, Kims Klassenkameraden, der, wenn das Buch die Wahrheit sagt, am Ende an einem Wespenstich stirbt. Um das zu verhindern, bleibt Kim nichts anderes übrig, als ihr Leben völlig auf den Kopf zu stellen. Auf einmal macht sie alle möglichen Dinge zum ersten Mal, wie zum Beispiel Jasper zu küssen. Das aber passt Petrowna ganz und gar nicht ins Konzept ...




Kim geht mit ihrer Klasse auf eine Lesung in die Bücherei. Dort stellt eine junge Autorin ihren neuen Roman vor. Während ihre Klassenkameraden sich zu Tode langweilen und gar nicht richtig zuhören, ist Kim total baff. In diesem Buch geht es um sie und ihr Leben. Die Eltern frisch getrennt, der Vater hat eine neue Freundin, usw. und sofort. Kim kauft sich das Buch und alles was sie dort liest, geschieht kurz darauf. Und für einen geht es gar nicht gut aus, nämlich für Kims Mitschüler Jasper, denn laut dem Buch stirbt er am Ende. Gemeinsam mit ihrer besten Freundin Petrowna macht sie sich auf und versucht, die Autorin ausfindig zu machen, um sie zu bitten, das Ende umzuschreiben. Aber das ist natürlich gar nicht so einfach möglich. Also muss sie die Geschichte selber ändern.

Ich habe bisher einige nicht so gute Meinungen zu diesem Buch gehört und bin daher mit nicht allzu hohen Erwartungen an die Geschichte heran gegangen. Es war jetzt kein absolutes Highlight, aber trotzdem ein nettes Buch für zwischendurch, was mich gut unterhalten konnte.

Kim hat mich an manchen Stellen, vor allem zu Beginn des Buches ziemlich genervt, weil sie einfach noch ziemlich unreif war und besonders ihre Einstellung was das Lesen betrifft fand ich echt dumm. Aber das hat sich zum Glück ein wenig gebessert. Ihre Freundin Petrowna war mir trotz ihrer gewöhnungsbedürftigen Art sehr sympathisch und hat mir gut gefallen.

Der Schreibstil war okay und das Buch hat sich leicht und schnell lesen lassen.



Trotz einiger schlechter Meinungen, die ich zuvor gehört habe, habe ich mich an das Buch heran gewagt. Auch wenn es kein Must Read in meinen Augen ist, hat mich das Buch ganz gut unterhalten können. Die Grundidee hat mir gut gefallen und auch die Umsetzung fand ich nicht schlecht. Man kann dieses Buch also gut lesen, muss es aber nicht.


Das Buch erhält von mir 3 von 5 Punkten!






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Sonntag, 7. Januar 2018

[Rezension] Träume, die ich uns stehle


Lily Oliver - Träume, die ich uns stehle

Originalsprache: Deutsch
Reihe: -
Ausgabe: Taschenbuch
Seiten: 400
Verlag: Droemer Knaur
ISBN: 978-3-426-51897-7
Erschienen: 02.11.2017
Preis: 9,99€ [D]
Quelle: www.droemer-knaur.de




„Träume, die ich uns stehle" von Lily Oliver ist eine berührende Geschichte über zwei junge Menschen zwischen Traum und Wirklichkeit und über die Magie einer Liebe, die selbst die tiefsten Wunden heilen kann.

Lara kann nicht aufhören zu reden. Ein Zwang treibt die an Amnesie leidende junge Frau dazu, ihre Erinnerungslücken mit Worten zu füllen. Längst hört ihr keiner mehr zu, außer in den Therapiestunden, die sie als Patientin der Psychiatrie bekommt. Bis sie Thomas findet. Lara weiß, es ist falsch, ihre Verzweiflung über ihre Amnesie auf ihn abzuladen, denn Thomas liegt im Koma. Dennoch schleicht sie sich immer wieder zu ihm und bemerkt bald, dass er auf ihre Stimme reagiert. Lara beschließt, Thomas eine Geschichte zu erzählen: eine Liebesgeschichte zwischen ihr und ihm, die bald für beide realer wird als ihr Dasein im Krankenhaus. Ein Traum von Liebe, an den sich beide klammern und der die Kraft hätte, nicht nur Thomas aus der Dunkelheit zu holen, sondern auch Lara. Doch beide ahnen nicht, was für eine erschütternde Wahrheit in den Tiefen von Laras Geschichte auf sie wartet …




Ich habe dieses Buch vom Verlag als Rezensionsexemplar erhalten. Nochmals vielen Dank dafür.

Lara hatte einen Unfall, woraufhin sie sich im Krankenhaus wiederfindet. Allerdings in der psychiatrischen Klinik, denn sie kann sich nicht an die letzten 2 Jahre erinnern. Zudem wird sie von den Worten in ihrem Kopf erdrückt, die unbedingt raus müssen. Wir erleben ihre Behandlung und ihren Alltag auf der Station. Durch eine Reihe von Zufällen landet sie irgendwann bei Thomas, welcher im Koma liegt. Er ist der einzige Mensch - abgesehen von ihrem Therapeuten - der ihr zuhört und wo sie die Worte los werden kann, die in ihrem Kopf herumspuken. Und dann beginnt sie zu erzählen. Von einer Liebesgeschichte, von ihr und Thomas, die für beide immer realer wird.

Dies ist das zweite Buch, welches ich von der Autorin lese und ich bin wieder einmal absolut begeistert. Es hat mir sogar noch besser gefallen, als ihr anderes Buch. [Die Tage, die ich dir verspreche - meine Rezension]

Lara ist zu Beginn des Buches ein psychisches Wrack. Man kann es nicht anders sagen. Sie ist nervös, ängstlich, unruhig und hat so ihre Ticks. Aber während den 400 Seiten, die das Buch lang ist, macht sie eine große Entwicklung durch und wird immer stärker und gefestigter.
Kann sie sich zu Anfang kaum bis gar nicht beherrschen, so ist sie zum Ende hin deutlich ruhiger und gefasster und versteht, mit ihrer Krankheit umzugehen.

Das Buch ist hin und wieder auch aus Thomas Sicht geschrieben, welcher zwar im Koma liegt, aber trotzdem einiges mitkriegt und durch seine Träume und Erinnerungen lernen wir ihn auch ein kleines bisschen kennen, zumindest werden einzelne Geschehnisse immer wieder angeschnitten, sodass man schon ein wenig rätseln und vermuten kann.

"Es gibt gute, mittelmäßige und schlechte Tage. Das ist normal. Aber dann gibt es noch die richtig miesen Tage. Die, an denen man kaum aus dem Bett kommt und jeder Schritt eine einzige Tortur ist. An solchen Tagen kann es schon ein Sieg sein, einfach nicht aufzugeben." S. 317

Dieses Buch befasst sich unter anderem mit einer psychischen Erkrankung, unter welcher Lara leidet und ich finde es einfach großartig, wie authentisch, real und ehrlich die Autorin diese Krankheit rüber gebracht hat. Ich habe mich sowas von in Lara hineinversetzen können und das lag nur in zweiter Linie daran, dass ich einige Dinge selber kenne, sondern hauptsächlich an der Wortwahl, mit der Lily Oliver erzählt. Ich hatte echt immer wieder eine Gänsehaut, habe gemerkt, wie mir schwer ums Herz wird und musste mehr als nur einmal weinen.

Laras Emotionen waren so greifbar und realistisch. Einfach nur wow. Ich habe noch nicht viele Bücher gelesen, in denen ich die Gefühle selber so stark gespürt habe. Ein großes Lob an dieser Stelle.

Auch unabhängig von den Emotionen bin ich ein großer Fan von Lily Olivers Schreibstil und ihrer Wortwahl. Das Buch lies sich toll lesen, trotz schwerem Thema, denn in erster Linie verfolgen wir Laras Behandlungsprozess und begleiten sie auf ihrer Suche nach den Erinnerungslücken, bis hin zu dem Unfall und wie es dazu kam.

Als wäre das nicht schon genug gibt es auf den letzten Seiten noch eine drastische Wendung, mit der ich absolut nicht gerechnet hätte und die mich ein wenig sprachlos zurück gelassen und mir einen Schauder über den Rücken gejagt hat.
Ich kann also nur sagen: ich bin begeistert von diesem grandiosen Buch.




Wer dieses Buch nicht liest, der verpasst etwas. Es ist authentisch, realistisch, berührend, gefühlvoll und fesselnd geschrieben und behandelt ein sehr ernstes und sensibles Thema, aber auf eine wundervolle Art, die es dem Leser ermöglicht, zu verstehen. Ich würde mir wirklich wünschen, dass ganz viele Leute dieses Buch lesen. Wir haben erst Anfang des neuen Jahres und ich kann jetzt schon sagen, dass ich mein erstes Highlight in diesem Jahr gefunden habe.
Danke, liebe Lily Oliver.


Das Buch erhält von mir 5 von 5 Punkten!






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