Montag, 6. April 2015

Rezension "Heldentage - Do what you love!"


Sabine Raml - Heldentage - Do what you love!

Reihe: -
Ausgabe: Hardcover mit Schutzumschlag
Seiten: 304 Seiten
Verlag: Heyne flliegt
ISBN: 978-3-453-26960-6
Erscheinungsdatum: 02. März 2015

Preis: 14,99€ [D] | 15,50€ [A] | sFr 21,90
Quelle: http://www.randomhouse.de







Inhalt:


Das aufsehenerregende Debüt einer ungewöhnlich talentierten Autorin

Lea ist fünfzehn und hat viele Träume: Sie will schreiben. Sie will rennen, ohne je außer Puste zu sein. Sie will so wunderschön sein wie ihre beste Freundin Pola. In ihren Träumen ist Lea eine Heldin. Im richtigen Leben klappt es manchmal nicht: Gerade hat sich Lenny, Leas erster Freund, von ihr getrennt. Sie vermisst ihn schrecklich. Leas Mutter versinkt in ihren eigenen Problemen und kann Lea nicht helfen. Aber es gibt ja noch Pola und die Clique – und einen tollen neuen Jungen an der Schule, der sich unbegreiflicherweise für Lea interessiert ... Im Laufe eines langen Sommers findet Lea heraus, dass sie eigentlich doch auch eine Heldin ist, jeden Tag ein bisschen.


Meine Meinung:

Ich habe dieses Buch vom Verlag als Rezensionsexemplar erhalten. Nochmals vielen Dank dafür.

Die fünfzehnjährige Lea hat es wirklich nicht einfach. Sie ist mit sich selbst unzufrieden und unglücklich. Doch das ist nur das geringste Problem, denn sie übernimmt die komplette Verantwortung für sich und ihre Mutter. Ihre Mutter ist Alkoholikerin und schickt Lea fast täglich los, um ihr Bier und Schnaps zu besorgen. Das irgendwann kein Geld mehr da ist und Leas Bauch immer stärker knurrt, interessiert sie nicht. Auch ihr Asthma macht ihr tagtäglich zu schaffen und raubt ihr das letzte bisschen Luft zum Atmen. Irgendwann wird Lea alles zu viel. Dabei will sie doch nichts sehnlicher, als eine Heldin zu sein.

Zu allem Übel hat sich auch noch ihr Freund Lenny von ihr getrennt. In dieser Hinsicht fand ich Lea ein kleines bisschen kindisch und ich denke, sie hat auch selber ein bisschen Schuld an dieser Trennung, aber trotz allem ist es natürlich sehr traurig für sie. Ich muss wirklich den Hut vor ihr ziehen, da sie für ein so junges Mädchen viel zu viel Verantwortung trägt und so viel zu regeln hat. Das ihr eigenes Leben dabei zu kurz kommt, hat mir so leid für sie getan.

Gott sei Dank hat sie ihre Freundin Pola, die ihr zur Seite steht und sie aufmuntert, auch wenn Lea nicht über alles mit ihr spricht, aus Angst, was Pola dann von ihr denken könnte.

Ich hatte zuerst ein paar Schwierigkeiten ins Geschehen einzutauchen, aber als ich dann einmal drin war, konnte ich das Buch wirklich sehr genießen. Der Autorin ist ein wirklich tolles Debüt gelungen, welches gleichzeitig traumhaft schön, aber auch sehr traurig und erschreckend realistisch ist. Der Schreibstil war wirklich angenehm und leicht zu lesen.

Die Geschichte nimmt zum Ende hin eine Wandlung, mit der ich sehr zufrieden bin und die ich mir für Lea gewünscht habe, wenn auch nicht ganz so dramatisch, aber das Leben ist nun mal kein Ponyhof, wie einem in diesem Roman mal wieder vor Auge geführt wurde.

Auch wenn das Ende offen ist, bin ich sehr zufrieden damit, denn man kann ahnen bzw sich selber ausmalen, wie es weiter gehen könnte und ich kann nur hoffen, dass sich für Lea nun wirklich alles zum Guten wendet. Zumindest klingt es so!


Das Buch erhält von mir vier von fünf Eulen!








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