Donnerstag, 14. Dezember 2017

[Rezension] Kein Ort ohne dich


Nicholas Sparks - Kein Ort ohne dich

Originaltitel: The Longest Ride
Aus dem Amerikanischen von: Astrid Finke
Reihe: -
Ausgabe: Taschenbuch
Verlag: Heyne
ISBN: 978-3-453-41840-0
Erscheinungsdatum: 09.03.15
Preis: 9,99€ [D] | 10,30€ [A]
Quelle: www.randomhouse.de





Der 91-jährige Ira steht nach einem schweren Unfall an der Schwelle des Todes. Nur die Erinnerungen an seine verstorbene Frau Ruth halten ihn am Leben. Währenddessen kämpfen Luke und Sophia, ein junges Paar, um ihre Liebe: Sie sind so verschieden, dass eine gemeinsame Zukunft kaum vorstellbar ist. Können sich die beiden Generationen gegenseitig retten?



Ich habe dieses Buch in einer Leserunde mit zwei weiteren Mädels angefangen zu lesen. 

In diesem Buch verfolgen wir parallel zwei Liebesgeschichten, die eigentlich nichts miteinander zu tun haben und erst am Ende an einem Punkt aufeinander treffen. Dies fand ich zuerst verwirrend und bin dadurch immer wieder raus gekommen, aber nach einiger Zeit habe ich mich daran gewöhnt.

Das Buch ist insgesamt aus drei Sichten geschrieben. 
Da haben wir zum einen den alten Mann Ira, der einen Autounfall hatte und nun im Graben liegt. Er wartet verzweifelt darauf, dass Hilfe kommt, aber vergeblich. Da erscheint ihm seine verstorbene Frau Ruth und gemeinsam durchleben sie ihre Beziehung, die sich durch fast ihr gesamtes Leben zog. 
Zum anderen lesen wir aus der Sicht von Sophia und aus der Sicht von Luke. Beide sind relativ jung, Anfang 20. Sophia geht ans Collage und möchte bald nach New York gehen, um dort an einer Kunstakademie zu arbeiten. Luke lebt mit seiner Mutter auf einer Farm und arbeitet dort. Die beiden sind von Grund auf unterschiedlich und doch verlieben sie sich ineinander. Aber hat ihre Beziehung überhaupt eine Chance? Denn Luke hat ein Geheimnis vor Sophia und außerdem nicht vor, die Ranch zu verlassen und seine Mutter mit Geldproblemen alleine zurück zu lassen. Wird Sophia ihren großen Traum für Luke aufgeben? Oder finden sie eine andere Möglichkeit? Das müsst ihr selbst lesen.

Dies war mein zweites Buch von Nicholas Sparks, wobei das erste schon einige Jahre zurück liegt. Der Schreibstil war angenehm und flüssig, allerdings gab es zwischendurch einige Längen, die mir etwas zu langweilig waren, die man auch hätte kürzen können. 

Ich bin irgendwann einfach nicht mehr voran gekommen, weil es so langatmig war und ich nach 10 Seiten das Gefühl hatte, ich hätte 50 gelesen, weil es sich so gezogen hat. Ich bin dann auf das Hörbuch umgestiegen, was für mich persönlich eine gute Entscheidung war, denn ab dann hat mir die Geschichte auch wieder besser gefallen und ich kam (gefühlt) schneller voran.



Die Idee, zwei unabhängige Liebesgeschichten miteinander zu verknüpfen hat mir gut gefallen. Das Buch hat mich an einigen Stellen sehr berühren können, auch wenn ich nicht geweint habe. Am Ende lief das ganze auf eine Kette von Zufällen hinaus, die mir ein bisschen zu übertrieben waren, auch wenn es eine gute Idee und eine nette Kreuzung von Ira und Ruth und Sophia und Luke war. Aber ein bisschen weit hergeholt war es dann doch. Trotzdem eine bzw. zwei schöne Liebesgeschichten und definitiv nicht mein letztes Buch von diesem Autor.


Das Buch erhält von mir 3 von 5 Punkten!






Freitag, 24. November 2017

[Rezension] Love & Gelato


Jenna Evans Welch - Love & Gelato

Originaltitel: Love & Gelato
Aus dem Amerikanischen von: Henriette Zeltner
Reihe: -
Ausgabe: Gebundene Ausgabe mit Schutzumschlag
Seiten: 400 Seiten
Verlag: HarperCollins
ISBN: 978-3-9596-7639-7
Erscheinungsdatum: 12.06.2017
Preis: 16,00€ [D]
Quelle: www.harpercollins.de




Das Land von Gelato und Amore! Doch Lina ist nicht in Urlaubsstimmung. Sie ist nur in die Toskana gereist, um ihrer Mutter den letzten Wunsch zu erfüllen. Aber dann findet sie das alte Tagebuch ihrer Mom, das von deren Zeit in Italien erzählt. Plötzlich erschließt sich Lina eine Welt aus romantischen Kunstwerken, magischen Konditoreien – und heimlichen Affären. Dabei stößt sie auf eine tragische Liebesgeschichte und ein Geheimnis, das nicht nur ihr Leben verändern wird …



Ich habe dieses Buch vom Verlag als Rezensionsexemplar erhalten. Vielen Dank dafür.

Gemeinsam mit zwei lieben Mädels habe ich mich an dieses Buch heran gemacht und es in einer Leserunde gelesen. Der Austausch war wirklich toll und hat mir viel Spaß gemacht und somit haben wir uns auch noch ein bisschen intensiver mit der Geschichte beschäftigt.

Carolina - kurz Lina hat gerade erst ihre Mutter verloren. Sie macht noch das Schuljahr zu Ende und reißt dann ans andere Ende der Welt, nämlich nach Florenz, Italien. Es war der letzte Wunsch ihrer Mutter, dass sie dorthin geht und bei deren Jugendfreund/liebe lebt. Lina ist nicht begeistert, aber erfüllt ihrer Mutter diesen Wunsch. Dabei hätte sie nie gedacht, wie wunderschön die Toskana sein könnte und auf den Spuren der Vergangenheit findet sie einiges über ihre Mutter heraus, womit sie niemals gerechnet hätte und was letztendlich auch ihr eigenes Leben ganz schön auf den Kopf stellt. Als wäre das alles nicht schon schlimm genug spielen auch noch ihre Gefühle verrückt. Denn da gibt es zwei Jungs. Einmal den gutaussehenden Thomas und einmal den verwegenen, geheimnisvollen Nachbarsjungen Lorenzo, der ihr von Tag 1 zur Seite steht.

Der Einstieg ist mir gut gelungen und auch das ganze Buch über kann die Autorin mit einem lockeren und flüssigen Schreibstil punkten, der es einem leicht macht, schnell vorwärts zu gelangen.

Die Kulisse Italiens hat mir ebenfalls gut gefallen und ich habe auch direkt Lust bekommen, dorthin zu reisen. 

Lina war mir soweit sehr sympathisch. Sie leidet unter dem Verlust ihrer Mutter und versucht herauszufinden, wer diese eigentlich war und was sie ihr mit ihrem hinterlassenen Tagebuch versucht zu sagen. Bei dieser Suche nach Antworten wird sie unterstützt von Lorenzo, genannt Ren, der nicht weit entfernt von ihr lebt und mit dem sie sich auf Anhieb gut versteht. Auch Ren mochte ich gerne.



Ein tolles und sommerliches Jugendbuch, in dem wir zwei Geschichten parallel verfolgen. Zum einen Linas Geschichte, zum anderen die ihrer Mom, die wir immer wieder in ihren Tagebucheinträgen näher kennen lernen. Somit werden Stück für Stück einige Fragen beantwortet und Lina versucht dabei auch noch weiteres herauszufinden. 
Lediglich die letzten 30-40 Seiten haben mir nicht so gut gefallen. Das ganze ging mir dann einfach zu schnell und plötzlich und hat irgendwie nicht zum Rest des Buches gepasst. Lina war auf einmal auch ganz komisch und anders und hat sich so verhalten, wie man es niemals von ihr erwartet hätte. Daher leider einen Stern Abzug, aber alles in allem trotzdem eine richtig süße Geschichte, die Appetit auf ein leckeres, cremiges Eis macht.


Das Buch erhält von mir 4 von 5 Punkten!






Sonntag, 19. November 2017

[Rückblick] Lesemonat Oktober 2017


Hi Leute ♥

Der Monat Oktober war lesetechnisch leider nicht so toll. Ich habe zwar mein Jahreshighlight in diesem Monat gelesen, aber leider bin ich durch eben dieses Buch auch in eine kleine Leseflaute gestürzt. Ich hab keine Ahnung, ob ich jemals so einen krassen Bookhangover hatte, wie es hierbei der Fall war. Ich hab ca. 2 Wochen gar nicht gelesen und selbst dann nur sporadisch und bin nur schleppend vorangekommen. Aber seht selbst:

Gelesene Bücher:

  1. Geneva Lee - Royal Desire [Rezension]
  2. Geneva Lee - Royal Love [Rezension]
  3. Kai Meyer - Arkadien erwacht (reread) [Rezension von 2015]
  4. Sarah J. Maas - Das Reich der sieben Höfe - Flammen und Finsternis [Rezension]
  5. Ari Folman & David Polonsky - Das Tagebuch der Anne Frank - Graphic Diary [Rezension]

Statistik:
Gelesene Bücher: 5 Bücher
Davon eBooks: 0 eBook
Davon Hörbücher: 3 Hörbücher
Abgebrochene Bücher: -
Angefangene Bücher: 2 (Unsere verlorenen Herzen, Kein Ort ohne dich)
Gelesene Seiten: 2.264 S.
Seiten pro Tag: 73,03 S. pro Tag


Highlights: Das Reich der sieben Höfe - Flammen und Finsternis
Flops: -




Freitag, 17. November 2017

[Neuzugänge] Oktober 2017


Hallo ihr Lieben ♥

Wir haben Mitte November und ich habe mich endlich dazu durch gerungen, meine Oktober Neuzugänge zu posten! Ich habe im Moment so eine furchtbare Blog-Flaute. Ich hab gar keine Lust und muss mich beinahe schon zwingen. Ich werde auch wohl demnächst eine kleine Pause einlegen, sobald alle Rezensionsexemplare abgearbeitet sind. Dann werde ich wieder voll einsteigen, sobald ich mehr Lust und Motivation habe. Tut mir und auch dem Blog sicher gut, denn so halbherzig will ich eigentlich auch nicht weiter machen.

Da ich im Oktober nicht so viele Neuzugänge hatte wie sonst und sie auch bis auf eine Ausnahme alle in der vierten Woche bei mir eingezogen sind, lasse ich die Unterteilung nach Wochen dieses Mal einfach weg und zeige euch alle Bücher gesammelt auf einmal:


 
  1. Tabitha Suzuma - Forbidden (Preisreduziert)
  2. Sarah J. Maas - A Court of Wings and Ruin (eBook)
  3. Nico Abrell - Rising Sparks (RE)
  4. Kendra Fortmeyer - Was uns ganz macht
  5. Susanne Mischke - Winterküsse in New York
  6. Laura Kneidl - Berühre mich. Nicht. (PB)
  7. Jennifer L. Armentrout - Deadly Ever After
  8. Bianca Iosivoni - Der letzte erste Blick (PB)

RE = Rezensionsexemplar | PB = mit Paybackpunkten bezahlt



Mittwoch, 15. November 2017

[Rezension] Unsere verlorenen Herzen


Krystal Sutherland - Unsere verlorenen Herzen

Originaltitel: Our Chemical Hearts
Aus dem Amerikanischen von: Petra Koob-Pawis
Reihe: -
Ausgabe: Klappenbroschüre
Seiten: 384 Seiten
Verlag: Cbt
ISBN: 978-3-570-16497-6
Erscheinungsdatum: 25.09.2017
Preis: 14,99€ [D] | 15,50€ [A] | CHF 20,50
Quelle: www.randomhouse.de





Kann es mehr als eine große Liebe geben?


Der 17-jährige Henry war noch nie verliebt. Kein Herzklopfen, keine Schlaflosigkeit, keine großen Gefühle. Bis seine neue Mitschülerin Grace vor ihm steht: in schlabbrige Jungsklamotten gehüllt, mit einem kaputten Bein und einer kaputten Seele. Ihre Zerbrechlichkeit macht sie in Henrys Augen nur noch schöner. Aber Grace lässt Henry kaum an sich heran – bis sie ihn eines Tages völlig unvermittelt küsst. Henry wagt es, zu hoffen. Doch irgendein ungreifbares Geheimnis scheint zwischen ihnen zu stehen ...



Ich habe dieses Buch vom Verlag als Rezensionsexemplar erhalten. Vielen Dank dafür!

Als Grace neu an seine Schule kommt, fühlt sich der 17-jährige Henry sofort zu ihr hingezogen. Grace trägt Jungsklamotten, scheint ungepflegt und legt alles daran, allein zu sein und lässt niemanden an sich heran. Henry muss ständig an sie denken und versucht, sie in ein Gespräch zu verwickeln, woraus schließlich nach einiger Zeit eine außergewöhnliche Freundschaft entsteht. Und dann küsst Grace Henry. Aber da scheint noch immer irgendetwas zwischen ihnen zu stehen. Henry versucht alles in seiner Macht stehende, um dieses Geheimnis herauszufinden und Grace für sich zu gewinnen. Wird er es schaffen, an Grace heran zu kommen und sie vor den Schatten ihrer Vergangenheit retten?

Vorweg muss ich sagen, dass dieses Buch ganz anders war, als ich gedacht habe. Es war nicht schlecht, aber trotzdem hat es mich ziemlich enttäuscht, weil ich etwas anderes erwartet habe. 

Das Buch ist komplett aus Henrys Sicht geschrieben und leider bin ich mit ihm als Protagonisten nicht warm geworden. Auch Grace hat es mir nicht angetan. Sie war immer so unnahbar und hat sich für meinen Geschmack total daneben benommen. Sie hat Henry ausgenutzt und hingehalten und ihn immer wieder verletzt, weshalb sie mir mit der Zeit absolut unsympathisch geworden ist.

Der Schreibstil war okay, aber nichts besonderes und konnte mich daher leider auch nicht vom Hocker hauen. Es gab aber ein Zitat, was ich richtig toll fand und mich zum nachdenken gebracht hat. Dieses möchte ich gerne mit euch teilen:

»Liebe ist nicht nur dann echt, wenn sie ein Leben lang hält. Du kannst den Wert einer Liebe nicht nach ihrer Dauer bemessen. Alles ist dazu bestimmt, irgendwann mal zu vergehen, auch die Liebe. Manchmal stirbt sie zusammen mit einem Menschen, manchmal allein für sich. Die größte Liebesgeschichte muss nicht von zwei Menschen handeln, die ihr ganzes Leben miteinander verbracht haben. Vielleicht handelt sie auch von einer Liebe, die nur zwei Wochen oder zwei Monate oder zwei Jahre gedauert hat, aber heller und heißer und glanzvoller geleuchtet hat als jede andere Liebe davor und danach. Trauere nicht um eine gescheiterte Liebe, denn das gibt es nicht. In deinem Gehirn ist jede Liebe gleich.« 



Das Buch gehört definitiv nicht zu den größten Flops in diesem Jahr, aber trotzdem hat es mich enttäuscht, da ich etwas anderes erwartet und mir erhofft habe. Die Stimmung ist die meiste Zeit über sehr drückend und deprimierend und hat mich teilweise echt runter gezogen. Ich habe auch ziemlich lange an diesem Buch gelesen, weil ich einfach nur sehr, sehr schleppend voran gekommen bin. Daher sind es für mich leider nur sehr knappe und schwache 3 von 5 Sternen.


Das Buch erhält von mir 3 von 5 Punkten!





Samstag, 11. November 2017

[Rezension] Beware That Girl - Sie weiß alles über dich

Teresa Toten - Beware that girl

Originaltitel: Beware that girl - Sie weiß alles über dich
Aus dem Englischen von:
Reihe: -
Ausgabe: Klappenbroschüre
Seiten: 400 Seiten
Verlag: Fischer Verlage
ISBN: 978-3-7335-0420-5
Erscheinungsdatum: 24. August 2017
Preis: 12,99€ [D] | 13,40€ [A]
Quelle: www.fischerverlage.de



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Für Leserinnen von ›Gone Girl‹ und ›Solange wir lügen‹
New York, Upper East Side: Kate O'Brien, eine Meisterin im Lügen und Manipulieren, hat ihre glänzende Zukunft genau geplant: ein Studium in Yale! Die mittellose Stipendiatin einer Eliteschule sucht sich berechnend die superreiche und leicht beeinflussbare Olivia Sumner als Freundin. Obwohl Kate bald bei Olivia einzieht, verschweigt sie ihre dunkle Vergangenheit, auch Olivia verliert kein Wort darüber, warum sie ein Jahr lang wie vom Erdboden verschwunden war. Als der gutaussehende und charmante Mark Redkin auftaucht, spürt Kate instinktiv, dass Mark nicht nur ihre Pläne durchkreuzen kann, sondern gefährlich ist. Dennoch muss sie hilflos zusehen, wie ihre Freundin ihm verfällt. Zwischen Kate, Olivia und Mark entspinnt sich ein abgründiges Katz-und-Maus-Spiel ...
Atemlos, spannend, mit unerwarteten Wendungen bis zum überraschenden Ende.



Ich habe dieses Buch vom Verlag als Rezensionsexemplar erhalten. Nochmals vielen Dank dafür.

Kate weiß genau was sie will: nach Yale. Und dafür ist sie bereit, einiges zu tun. So freundet sie sich mit der reichen Olivia an, welche nach einem Jahr Auszeit zurück an die Schule kommt. Aber Olivia hat Geheimnisse. Keiner weiß, warum sie ein Jahr lang nicht zur Schule gegangen ist. Kate versucht, an Informationen zu kommen, um Olivia auf ihre Seite zu ziehen. Dann taucht auch noch Mark Redkin an der Schule auf. Er ist der Leiter des Spendenkomitees und wickelt alle Frauen um den Finger. Auch Olivia fällt auf ihn rein. Und Kate ahnt, dass er weitaus gefährlicher ist, als sie zu Beginn dachte.

Ich habe eine kleine Leserunde über Instagram ins Leben gerufen, um dieses Buch gemeinsam zu lesen. Und ich muss sagen, dass ich ohne diese Leserunde wahrscheinlich nicht weiter als Seite 100 gelesen hätte, denn der Anfang des Buches hat mir wirklich überhaupt nicht gefallen.

Kates Sicht der Geschichte ist aus der Ich-Perspektive geschrieben, Olivias Sicht aus der Er/Sie-Perspektive. Dieser Wechsel hat es mir nicht leicht gemacht, bzw. hat mich absolut gestört. Außerdem konnte ich beide Mädchen zu Beginn überhaupt nicht leiden. Olivia war so unglaublich naiv und teilweise wirklich dumm. Kate hingegen war ein absolutes Miststück und einfach nur hinterhältig. Mit der Zeit kriegen wir aber ein wenig Einsicht hinter ihre Fassade, sodass ich sie zum Schluss hin sogar ein kleines bisschen mochte. Olivia hingegen mochte ich auch am Ende nicht.

Ich hätte nicht gedacht, dass das Buch es noch auf 3 von 5 Sternen schafft, denn anfangs war ich echt am schwanken, ob ich überhaupt zwei Sterne geben sollte. Ab der Hälfte ungefähr wurde es dann aber ein kleines bisschen spannender und es sind wenigstens mal ein paar Dinge passiert. 

Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass in diesem Buch psychische Erkrankungen thematisiert werden, auf diese aber so gut wie gar nicht eingegangen wird. Eine Aufklärung - grade in der heutigen Zeit - wäre hier absolut notwendig gewesen. Dafür, dass das Thema in diesem Buch so eine große Rolle gespielt hat, wurde es nämlich viel zu wenig erklärt und beim Namen genannt.

Das Ende, muss ich sagen, war leider wieder ziemlich schwach für mich. Es war zwar unvorhersehbar - das auf jeden Fall - aber unglaublich unauthentisch und viel zu offen. Nach dem Showdown ist die Spannung und Handlung wieder total abgeflacht und man hatte das Gefühl, die Autorin wollte das Buch schnell zu Ende bringen und hat mal eben noch ein Ende hin geklatscht. Sehr schade.



Zu Beginn hat mir das Buch überhaupt nicht gefallen und ich war kurz davor, es abzubrechen. Im Nachhinein wurde es etwas besser, aber dennoch ist dies kein Must Read, was jeder unbedingt gelesen haben sollte. Die Perspektivwechsel von Ich auf Sie waren sehr anstrengend und nervig und haben mich während dem lesen ziemlich gestört. Das Ende war für mich leider auch ein wenig enttäuschend, aber da es zwischendrin mal ganz spannend war und ich mit der Zeit zumindest eine von zwei Charakteren ein bisschen leiden konnte, gebe ich ganz knappe 3 von 5 Punkten.


Das Buch erhält 3 von 5 Punkten.




Weitere Meinung lesen?
  1. Favolas Meinung > www.favolas-lesestoff.ch
  2. Hannas Meinung > www.buchsichten.de
  3. Catas Meinung > www.catas-welt.blogspot.de




Mittwoch, 1. November 2017

[Rezension] Das Reich der sieben Höfe - Flammen und Finsternis


Sarah J. Maas - Das Reich der sieben Höfe - Flammen und Finsternis

Originaltitel: A Court of Mist and Fury
Aus dem Amerikanischen von: Alexandra Ernst
Reihe: Band 2 von 3
Ausgabe: Hardcover mit Schutzumschlag
Seiten: 720 Seiten
Verlag: dtv
ISBN: 978-3-423-76182-6
Erscheinungsdatum: 4. August 2017
Preis: 19,95€ [D]
Quelle: www.dtv.de


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Feyre hat überlebt. Sie hat Amarantha, die grausame Fae-Königin, besiegt und ist mit Tamlin an den Frühlingshof zurückgekehrt. Doch das scheinbar glückliche Ende täuscht. Tamlin verändert sich immer mehr und nimmt ihr allen Freiraum. Feyre hat Albträume, denn sie kann die schrecklichen Dinge nicht vergessen, die sie tun musste, um Tamlin zu retten. Und sie ist einen riskanten Handel mit Rhys eingegangen und muss nun jeden Monat eine Woche an seinem gefürchteten Hof der Nacht verbringen. Dort wird sie immer tiefer in ein Netz aus Intrigen, Machtspielen und ungezügelter Leidenschaft gezogen.



Ich habe noch immer keine Ahnung, wie ich diese Rezension schreiben soll. Aber wenn ich es jetzt nicht tue, dann tue ich es nie.

Zum Inhalt werde ich nicht viel sagen, um nicht zu spoilern, aber kurz und knapp: Feyre hat jede Nacht Albträume und kommt nicht mit den Dingen klar, die sie tun musste und erlebt hat und Tamlin ist ihr keine Hilfe. Aus Angst, dass er Feyre verlieren könnte oder dass ihr etwas passiert, sperrt er sie im Haus ein, wo Feyre an ihrem Kummer fast zerbricht. Aber da ist auch noch der Handel mit Rhysand, dem High Lord der Nacht, auf den sie sich eingelassen hat und an den sie nun unweigerlich gebunden ist.

Ich hatte lange, lange, seeeeehr lange Zeit kein Buch mehr dabei, was mich so dermaßen begeistert und mitgerissen hat. Ich habe mich selber zwingen müssen, das Buch bei Seite zu legen, weil ich nicht wollte, dass es zu schnell zu Ende geht. Auf der anderen Seite wollte ich aber auch die ganze Zeit weiter lesen. Ich bin regelrecht süchtig geworden. Es ist jetzt über drei Wochen her, dass ich dieses Buch beendet habe und trotzdem bin ich immer noch nicht so wirklich drüber hinweg.

Dieses Buch hat wohl mit den miesesten Cliffhanger, den es jemals in der Geschichte der miesesten Cliffhanger gegeben hat. Und damit meine ich, dass er wirklich sehr, sehr mies und gemein ist. Ich habe Rotz und Wasser geheult, wie lange nicht mehr. Und ich konnte tagelang an nichts anderes mehr denken. Das ist kein Witz. Es hat meinen Alltag so sehr beschattet, dass ich wirklich in jeder freien Minute an das Buch denken musste. Ich habe hin und wieder das Buch genommen, aufgeschlagen und einfach irgendwo angefangen zu lesen. Oder ich habe mir bestimmte Stellen raus gesucht, die ich erneut gelesen habe. 

Ich habe seit diesem Buch kein anderes mehr beendet. Ich habe einiges angefangen und dann doch wieder zur Seite gelegt. Ich kann grad einfach nichts anderes lesen. Ich hab den dicksten Bookhangover meiner gesamten Lesezeit - also quasi meines Lebens, da ich schon mein ganzes Leben lang lese.

Ich könnte euch jetzt hier noch mehrere Seiten damit nerven, wie abgöttisch ich dieses Buch, seine Charaktere, den Schreibstil, die Schauplätze und einfach ALLES liebe, aber dann sind wir Morgen noch beschäftigt und diese Rezi ist eh schon ziemlich unprofessionell, weil ich eher über mich rede und was das Buch mit mir gemacht hat, anstatt das Buch wirklich objektiv zu bewerten, aber das ist einfach nicht möglich! KAUFT EUCH DIESES BUCH! Lest es und liebt es. Und dann leidet mit mir. Ich habe einen Countdown auf dem Handy, der die Tage runter zählt, bis Teil 3 auf Deutsch erscheint.

Ich war nach diesem Buch so verzweifelt, dass ich mir Band 3 auf Englisch als eBook runter geladen habe. Aber... Es ist einfach zu schwierig. Ich lese sonst kein Englisch und habe daher keinerlei Übung. Ich kann zwar ganz gut Englisch, aber ein High Fantasy Roman, mit so einer komplexen Geschichte ist einfach zu viel für mich. Daher muss ich jetzt bis zum Frühjahr warten und leiden. Tag für Tag. Also, lieber DTV Verlag, falls ihr das lest: Wenn ihr nicht wollt, dass mein Leben bis Frühling komplett den Bach hinunter geht, dann lasst mir doch bitte das Buch / Manuskript schon früher zu kommen. (Das ist natürlich nur Spaß, aber falls ihr möchtet, könnt ihr das natürlich unglaublich gerne tun!!! 😃😃😃 )



Ist ein Fazit tatsächlich noch nötig? Ich glaube, ihr könnt euch alle denken, dass mir dieses Buch ganz okay gefallen hat........Achtung: Ironie. Es ist auf jeden Fall mein Jahreshighlight 2017 und hat es geschafft, zu meinem All Time Favorite zu gelangen und teilt sich nun Platz 1 mit "Delirium".

Ich glaube, mehr muss ich nicht sagen, aber habe ich schon erwähnt, dass dieser Cliffhanger unglaublich mies ist? Naja, er ist auf jeden Fall sehr gemein. Egal! Kauft das Buch! Danke. Ach ja: Rhysand ist toll, ich weiß, aber er gehört schon mir. Sorry not sorry. So und nun verschwendet eure Zeit nicht weiter hier, sondern geht los und kauft euch dieses Buch (diese Reihe).


Das Buch erhält von mir 5 von 5 Punkten!








Dienstag, 31. Oktober 2017

[Rezension] Graphic Diary: Das Tagebuch der Anne Frank

Ari Folman & David Polonsky - Das Tagebuch der Anne Frank

Graphic Novel
Übersetzer: Mirjam Pressler, Klaus Timmermann, Ulrike Wasel
Reihe: -
Ausgabe: Hardcover
Seiten: 160
Verlag: S. FISCHER
ISBN: 978-3-
Erscheinungsdatum: 05. Oktober 2017
Preis: 20,00€ [D] | 20,60€ [A]



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Anne Franks Tagebuch, weltbekannt und geliebt, liegt jetzt in einer völlig neuen Fassung vor: »Das Tagebuch der Anne Frank: Graphic Diary. Umgesetzt von Ari Folman und David Polonsky« ist eine einzigartige Kombination aus dem Originaltext und lebendigen, fiktiven Dialogen, eindrücklich und einfühlsam illustriert von Ari Folman und David Polonsky. Beide bekannt für ihr Meisterwerk »Waltz with Bashir«, das u.a. für den Oscar nominiert war. So lebendig Anne Frank über das Leben im Hinterhaus, die Angst entdeckt zu werden, aber auch über ihre Gefühle als Heranwachsende schreibt, so unmittelbar, fast filmisch sind die Illustrationen. Das publizistische Ereignis zum 70. Jahrestag der Erstveröffentlichung, autorisiert vom Anne Frank Fonds Basel.



Herzlichen Dank an den Fischer Verlag, für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

Ich habe "Das Tagebuch der Anne Frank" in der fünften Klasse in der Schule gelesen. Das war also ca. 2006/2007 und trotzdem war der Inhalt der Geschichte noch ziemlich präsent bei mir. Als ich dann die Vorschau vom Verlag gesehen habe, wusste ich sofort, dass ich diesen Graphic Novel gerne lesen möchte, denn die Geschichte ist einfach etwas ganz besonderes und sollte niemals vergessen werden.

Jegliche Bildrechte liegen beim Verlag!

In Form eines Comics erleben wir hier also nochmals die Geschichte von Anne Frank und den weiteren Bewohnern des Hinterhauses, in welchem sie sich während des zweiten Weltkrieges für über anderthalb Jahre versteckt halten mussten.

Ich glaube - bzw. hoffe, dass ich nichts zu Anne Frank sagen muss. Jeder sollte wissen, worum es in ihrem Tagebuch geht und meiner Meinung nach, sollte dieses Buch auch jeder gelesen haben. Egal ob man nun ein Bücherwurm ist oder nicht, aber ich finde, dieses Buch ist eine Pflichtlektüre! Wer zu faul für das richtige Buch ist, der hat nun die Chance, den Comic zu lesen, welcher in verkürzter Form die Geschichte wiederspiegelt.

Jegliche Bildrechte liegen beim Verlag!

Die Zeichnungen haben mir gut gefallen und jeder Charakter hatte seine persönliche Note und ist dadurch zum Leben erweckt worden. Annes Verzweiflung in vielerlei Hinsicht ist gut rüber gekommen, aber ich persönlich hätte mir noch ein paar mehr Infos zum Krieg gewünscht. Ich kenne das Buch zwar nun, aber jemand, der es noch nicht gelesen hat, könnte eventuell ein paar Zusammenhänge nicht ganz verstehen.

Jegliche Bildrechte liegen beim Verlag!

Annes Tagebuch endet ja ziemlich abrupt, als sie und ihre Familie entdeckt werden, sodass es logischerweise kein richtiges Ende gibt. Umso besser gefällt mir, dass es auch in diesem Graphic Novel hinten noch eine kurze Aufklärung und Beschreibung gibt, was noch passierte, nachdem das Tagebuch endet.

Jegliche Bildrechte liegen beim Verlag!

Was damals geschehen ist, ist einfach unfassbar und schrecklich und darf sich niemals wiederholen. Unter anderem deshalb sollte jeder dieses Buch (ich meine jetzt tatsächlich das Buch und nicht den Graphic Novel) gelesen haben.

Die Umsetzung dieses Comics empfinde ich als ziemlich gelungen und hätte mir tatsächlich noch etwas  mehr und umfassenderes gewünscht. Ansonsten kann ich es gut und gerne weiter empfehlen.


Das Buch erhält von mir 4 von 5 Punkten!