Montag, 5. Februar 2018

[Rezension] Liebe und der erste Blick


Josh Sundquist - Liebe und der erste Blick

Originaltitel: Love and first sight
Aus dem Englischen von: Claudia Max
Reihe: -
Ausgabe: Taschenbuch
Seiten: 320
Verlag: Fischer Verlage
Erschienen: 01 / 2018
ISBN: 978-3-7335-0358-1
Preis: 9,99 € [D]
Quelle: www.fischerverlage.de





Stell dir vor du kannst zum ersten Mal im Leben sehen – und es war vorher schöner

An seinem ersten Tag in der neuen Schule fasst der blinde, sechzehnjährige Will Porter einem Mädchen aus Versehen an die Brüste und setzt sich in der Kantine bei jemandem auf den Schoß. Von da an kann es nur bergauf gehen, oder?
Während Will sich langsam eingewöhnt, verliebt er sich in die bezaubernde stille Cecily. Dann bietet sich ihm eine unvorhergesehene Möglichkeit: eine neuartige Operation, die es Will zum ersten Mal in seinem Leben ermöglichen könnte zu sehen. Doch das ist viel schwieriger als Will es sich jemals ausmalen konnte, und er lernt bald, dass diese sehende Welt ihm Geheimnisse vorenthalten hat. Es stellt sich heraus, dass Cecily nicht den traditionellen Vorstellungen von Schönheit entspricht – tatsächlich war alles, was er über ihr Aussehen gehört hatte, eine Lüge. Seine sogenannten Freunde haben sie sich ausgedacht, um die beiden zusammenzubringen. Ist es überhaupt entscheidend, wie Cecily aussieht? Eigentlich nicht. Aber warum fühlt sich Will dann so betrogen?



Ich habe dieses Buch vom Verlag als Rezensionsexemplar erhalten. Nochmals vielen Dank dafür!

Will ist 16 und seit seiner Geburt blind. Sein bisheriges Leben hat er auf einem Internat für Blinde verbracht und nun geht er das erste Mal auf eine ganz normale Schule. Er gewöhnt sich schnell ein, findet neue Freunde, die ihn so akzeptieren wie er ist und verliebt sich zum ersten Mal. In Cecily. Dann bietet sich ihm eine Chance, mit der er niemals gerechnet hätte: eine OP, nach der er die Möglichkeit hat, endlich sehen zu können. Natürlich gibt es einige Risiken, aber er entscheidet sich trotzdem für die Operation. Aber ist die Welt wirklich so viel besser, wenn man sehen kann? Oder war Wills Blindheit vielleicht sogar ein Geschenk?

Der Schreibstil ist flüssig und das Buch lässt sich daher schnell lesen. Da es auch nicht sehr dick ist, habe ich es mehr oder weniger innerhalb von einem Rutsch durch gelesen.

Ich habe mich während dem Lesen mit dem Thema Blindheit beschäftigt. Was heißt es eigentlich, blind zu sein? Was ist das für eine Herausforderung? Und vor allem dann noch der Unterschied: erblinden oder von Geburt an blind sein. Ersteres finde ich noch viel, viel schlimmer. Denn wenn man schon immer blind war, kennt man es ja gar nicht anders und Menschen, wie auch Will können sich damit gut arrangieren und trotzdem relativ normal leben. Das finde ich richtig beeindruckend.

Wills Weg zu verfolgen, sowohl blind auf einer normalen Schule, als auch nach seiner Operation hat mir gut gefallen. Seine Entwicklung hat mir gefallen und auch wenn dem Buch mehr Tiefe gut getan hätte, hat es mich gut unterhalten.

Aber einen Kritikpunkt habe ich, der mir das Buch zum Ende hin leider richtig mies gemacht hat. Nämlich gibt es eine Art Missverständnis zwischen Cecily und Will, weshalb Will total sauer ist und den Kontakt zu Cecily kurzzeitig abbricht. Diese Reaktion fand ich dermaßen unnötig und überzogen. Vor allem war diese Begründung in meinen Augen schwachsinnig. Also das hat mir echt nicht gefallen, weshalb das Buch leider ein paar Punkte verloren hat.




Das Buch hat mir eigentlich ziemlich gut gefallen und ich habe mich mal so richtig mit dem Thema Blindheit auseinander gesetzt. Für uns "sehende Menschen" ist es alles so unverständlich und schwierig zu verstehen. Ich kann mir zum Beispiel gar nicht vorstellen, wie es ist, von Geburt an blind zu sein und somit keinerlei Vorstellungen zu haben, wie irgendwelche Dinge aussehen. Ich habe mich also sehr mit dem Buch beschäftigt. Ich bin immer noch ein bisschen hin und her gerissen, wie ich diese Geschichte nun bewerten soll, denn eigentlich hat sie mir richtig gut gefallen, sodass ich 4 Sterne geben würde, aber einige Dinge, die zum Ende hin passieren haben mir das Buch wirklich ein bisschen kaputt gemacht. Daher gebe ich 3,5 Punkte.



Das Buch erhält von mir 3,5 von 5 Punkten!






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