Samstag, 3. März 2018

[Rezension] Das Leben, Zimmer 18 und du


Nancy Salchow - Das Leben, Zimmer 18 und du

Originalsprache: Deutsch
Reihe: -
Ausgabe: Taschenbuch
Seiten: 240 S.
Verlag: Heyne
ISBN: 978-3-453-60421-6
Preis: 9,99 € [D] | 10,30 € [A]
Quelle: www.randomhouse.de







Diagnose: Depression – Therapie: Hoffnung

Für Nancy Salchow bricht eine Welt zusammen, als binnen kürzester Zeit sowohl ihr Zwillingsbruder als auch ihre Mutter an Krebs sterben. Geschüttelt von Panikattacken, sieht sie keinen anderen Ausweg, als sich schließlich in eine psychiatrische Klinik einweisen zu lassen. Hier nimmt ihr Schicksal eine entscheidende Wende: Sie begegnet ihrer großen Liebe, die ihr die Kraft gibt, aus dem Burn-out und der Depression herauszufinden. Ein Buch, das Mut macht und zeigt, dass das hellste Licht manchmal erst dann sichtbar wird, wenn man die Dunkelheit gesehen hat.



Ich habe dieses Buch vom Verlag als Rezensionsexemplar erhalten. Vielen Dank dafür.

Zu Beginn möchte ich erwähnen, dass es sich hierbei um eine reale Geschichte handelt, die der Autorin so widerfahren ist, lediglich die Namen wurden abgeändert.
Nancy Salchow wird mit Depressionen in eine Klinik eingeliefert, nachdem sowohl ihr Zwillingsbruder, als auch ihre Mutter an Krebs erkranken und sterben. Dort besucht sie verschiedene Therapien und versucht ihren Lebenswillen wieder zu erlangen. Und dort lernt sie auch Bastian kennen und verliebt sich in ihn.

"Endlich bekommt meine Stimme ein Gesicht, meine Gefühle ein Ventil und meine Krankheit einen Namen: Depression."

Zu Beginn hat mir das Buch richtig gut gefallen, ich fand toll, wie ehrlich und schonungslos die Autorin über die Krankheit schreibt. Es sollte viel offener über psychische Krankheiten gesprochen werden und die Autorin hat Worte gefunden, um zu beschreiben, was mit einem los ist, die mir persönlich oft gefehlt haben.

"'Es nimmt einen eben niemand richtig ernst, der die Krankheit nicht selbst kennt.'" 

Auch den Alltag in der Klinik zu verfolgen fand ich sehr interessant.
Aber leider ging es mir irgendwann viel zu sehr um die Gefühle, die sich zwischen Nancy und Bastian entwickelt haben und viel zu wenig um die Krankheit, die eigentlich im Vordergrund stehen sollte.

"'Warum solltest du Angst haben?' 'Wenn ich eine Antwort auf diese Frage wüsste, wäre ich nicht krank.'"

Dadurch dass es sich hierbei um eine wahre Geschichte passiert, fällt es mir schwer, das Buch zu kritisieren. Es ist nun mal keine fiktive Story, an der man etwas ändern könnte, aber für mich hätte die Erkrankung noch etwas mehr im Fokus stehen müssen. Für mich gab es viel zu viel hin und her und der Situation, dass Nancy sich nicht entscheiden konnte, wie es mit ihr und Bastian weitergehen soll, zumal sie ja verheiratet war. Das ist aber in diesem Fall keine Kritik an der Geschichte selber, die sich so zugetragen hat, sondern daran, dass es mir etwas zu viel in dem Buch darum ging.

"Enttäuschungen verblassen, wenn die Erwartungen verschwinden." 




Das Buch fing sehr vielversprechend an, aber der Fokus der Geschichte hat sich zur Hälfte hin ein wenig verschoben, was mir persönlich dann nicht mehr so gut gefallen hat, bzw. zu viel wurde.
Das Thema Depression und Klinikaufenthalt wurde gut beschrieben und ich hätte gerne noch etwas mehr darüber gehabt. Außerdem würde es mich sehr interessieren, wie es der Autorin heute geht, wie ihr Leben sich verändert hat, denn seit den Geschehnissen im Buch sind ja schon wieder ein paar Jahre her.


Das Buch erhält von mir 3,5 von 5 Punkten!






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