Samstag, 5. Mai 2018

[Rezension] Endland


Martin Schäuble - Endland

Originalsprache: Deutsch
Ausgabe: Taschenbuch
Seiten: 224 S.
Verlag: Hanser
Erschienen: 24.07.17
ISBN: 978-3-446-25702-3
Preis: 15,00€ [D] | 15,50€ [A]
Quelle: www.hanser-literaturverlage.de
Kaufen: www.amazon.de *







Der junge Soldat Anton bewacht die Grenzmauer, die Deutschland umschließt. Er ist begeistert von der Nationalen Alternative, der neuen Regierungspartei, und vom Selbstbewusstsein seines Landes. Seinem besten Freund Noah dagegen ist diese Politik verhasst. Er ist weder für Atomkraft und die Abschaffung der Arbeitslosenhilfe, noch findet er es richtig, dass Flüchtlingen kein Schutz geboten wird. Menschen wie Fana, die nach ihrer Flucht aus Äthiopien im letzten Flüchtlingslager Deutschlands auf Anton trifft und sich mit ihm anfreundet. Als Anton einen tödlichen Anschlag ausführen soll, ist er gezwungen, sich zu entscheiden: für eine nationale Ideologie oder für seine Freunde – und ein freies Leben.



Aufmerksam auf dieses Buch geworden, bin ich auf Instagram. Dann habe ich gesehen, dass es das Buch auch als Hörbuch gibt und habe es mir bei Audible heruntergeladen. Die Sprecher waren ganz okay, aber die Geschichte selber konnte mich leider nicht zu 100% überzeugen.

Das Buch wird größtenteils aus der Sicht von Fana, einer jungen Frau aus Äthiopien und von Anton, einem jungen Soldaten aus Deutschland erzählt, allerdings kommt zwischendurch auch Antons bester Freund und Kollege bei der Armee Noah zu Wort. Fanas Erzählung hat mir am besten gefallen und war für mich persönlich auch am interessantesten. Wir erhalten Einblicke in ihr Leben in Afrika und wie die Hungernot über ihr Land hereinbricht. Fana arbeitet im Krankenhaus als Krankenschwester, träumt aber davon Medizin zu studieren und eine richtige Ärztin zu werden. Dann lernt sie Carla kennen, eine Deutsche, die nach Äthiopien ausgewandert ist, um dort Leben zu retten und als Ärztin zu arbeiten. Sie gibt Fana den Anstups, nach Deutschland zu fliehen, um dort ein besseres Leben anzufangen. Dort trifft sie auf Anton, welcher Soldat ist und eigentlich dafür sorgen soll, dass keine weiteren Flüchtlinge nach Deutschland kommen. Dann soll er einen Anschlag auf das Flüchtlingslager ausüben und er muss sich entscheiden. Für sein Land und dessen Politik oder für seine neuen Freunde und das Recht auf Freiheit für sie alle. Und welche Rolle spielt eigentlich Noah bei dem Ganzen?

Es gibt einige Ansätze, die ziemlich realistisch und damit erschreckend sind. Genau so wie in diesem Buch beschrieben, könnte es einiges Tages aussehen und laufen. Es ist einfach traurig, dass diese Zukunftsvision tatsächlich eines Tages so eintreten könnte. Rassentrennung, Schwulen- und Fremdenhass und verschlossene Grenzen sind nur ein kleiner Teil von dem, was einen in "Endland" und vielleicht auch in unserer Zukunft erwartet. Dieses Buch hat mir einfach mal wieder vor Auge geführt, dass es leider immer noch zu viele Menschen gibt, die gegen alles sind, was anders ist, als sie selbst es sind. Und solange dies der Fall ist, wird eine Zukunft wie in diesem Buch auch immer eine realistische Möglichkeit bleiben.

Zum Buch an sich muss ich aber leider sagen, dass es mich stellenweise ein wenig gelangweilt hat und ziemlich zäh war, weshalb es mich auch nicht so richtig abholen konnte. Leider. Auch manche Ansätze des Autors konnte ich nicht so ganz nachvollziehen. Eine klare Empfehlung kann ich für dieses Buch daher nicht aussprechen, aber wenn euch die Story anspricht, solltet ihr es einfach probieren.


Das Buch erhält von mir 3 von 5 Punkten!





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